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Alpen-Challenge in CH - F - I

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1 Alpen-Challenge in CH - F - I am Sa 21 Mai 2016, 11:35

Avanti

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Alpen-Challenge    Schweiz - Frankreich - Italien

August 2005

Ein Reisebericht 1/3


In der Zeitschrift MOTORRAD hatte ich von der Alpen-Challenge gelesen. 100 Alpen-Pässe in der Schweiz, Frankreich und Italien in 6 Tagen. Die Organisation, die Buchung der Hotels, die Streckenplanung und die Begleitung der Tour durch einen Reiseleiter und je einem weiteren Begleiter auf dem Motorrad sowie in einem Begleitfahrzeug (Lumpensammler mit kompl. Werkzeugausstattung, Getränken, Öl, unseren Ersatzreifen etc.) würde vollständig durch das MOTORRAD-Action-Team erfolgen.

Dieses Angebot und nicht zuletzt die Tatsache, dass bei der Challenge kein Tourguide die ganze Truppe anführt und somit jeder fahren kann, wann und wie er es für richtig hält, sprach mich sofort an. Ein Freund von mir brauchte dann auch nicht lange von einer Teilnahme überzeugt werden.

Ende August 2005 hatte das Warten schließlich ein Ende - wir konnten endlich losfahren.

Die Anreise vom Wohnort zum Ausgangspunkt in der Schweiz erfolgte per Pkw. Unsere Bikes fuhren auf meinem Trailer gut verstaut hinter uns her. Nach fast 900 km langer Fahrt erreichten wir gegen Abend das Hotel "National" in Champéry (CH), wo die 1. und die 7. Übernachtung gebucht war.  

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Die anderen Teilnehmer waren entweder schon da oder kamen im Laufe des Abends hinzu. Später, nach einem gemeinsamen Abendessen aller 28 Teilnehmer, gab es ausführliche Informationen und Instruktionen durch den sehr erfahrenen Reiseleiter. Außerdem erhielten wir Michelin-Straßenkarten, das Roadbook für den 1. Tag  und es bestand die Möglichkeit, die 1. Tages-Etappe ins Navi zu übernehmen.


1. Fahrtag

Gleich nach dem Frühstück wurden die Bikes gesattelt ( jeder musste sein Gepäck mitführen). Unsere Ersatzreifen und das Motorenöl fanden netterweise im Begleitfahrzeug Platz.

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Nach und nach machten sich die Teilnehmer zu zweit oder in anderer Gruppenstärke auf den Weg.

Pas de Morgins
Col du Corbier

Anfahrt zum Col d´ Encrenaz:

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Col de la Savoliére


Vor der Auffahrt zum Col de la Ramaz:

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Col de Jambaz
Col de Terramont

und schon die erste Kaffee- Wasser- und Zigarettenpause.

Aufgrund der hohen Temperaturen ist viel Flüssigkeit nicht nur am Abend wichtig  Very Happy

Vor dem Col des Arcs:

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Bevor es zum Col du Feu hinaufging, noch kurz eine Pause um Wasser, Kaffee oder  Nikotin zu tanken:


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Danach  Col des Moises, Col de Cou, Col du Pernet, Col de Evires.

Jetzt führte der Weg ca. 3 Kilometer über eine Schotterstrecke

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und .... Pause!


Anschl. Col des Gliéres, Col des St. Jean de Sixt, Col des Arravis, Col de la Croix Fry, Col du Marais, Col de ´l Épine, Col de Tamie, Col du Fréne, Col de Prés, Col de la Cluse.

Schließlich erreichten wir nach ca. 430 km und 9,5 Std. unser Hotel in Aix-le-Bains.
Nach so einem Tag magst du keine Kurven mehr sehen. Und das war erst der Anfang!

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Das Hotel "Adelphia" liegt direkt am Jachthafen, alle Bikes konnten in der Tiefgarage untergebracht werden. Zimmer, Essen und Service voll i.O.  

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Am Abend dann wieder Instruktionen und ein neues Roadbook.


2. Fahrtag

Schon vor dem Frühstück wurden die Bikes aus der Garage geholt, kontrolliert und gesattelt. Der Fahrer vom Begleitfahrzeug erledigte noch ein paar kleinere Reparaturen.

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Bei einem Wetter, dass zum "Heldenmachen" geeignet gewesen wäre, fuhren wir zunächst auf die andere Seite des Sees und dann hinauf zum Mont du Chat.

Bei der Fahrt durch die Pinienwälder inhalierten wir eine Weile den unvergesslichen Duft der Bäume, den diese in der morgendlichen Frische aber schon bei starker Sonneneinwirkung verströmten.

Oben angekommen, hielten alle Teilnehmer an, um den unbeschreiblichen Ausblick auf den See (unter der Wolkendecke zu erahnen) und zum ca. 40 km entfernten Mont Blanc zu genießen.


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Als wir dann wieder losfahren wollten, gab es für einige eine Überraschung - die Wegfahrsperren ließen sich nicht deaktivieren. Der Grund dafür stand nur wenig entfernt.

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Ein leistungsstarker Sender (Relais du Mont du Chat). Da half es nur, die betroffenen Bikes in Richtung Abfahrt zu schieben, ein Stück rollen zu lassen und dann zu starten, was auch klappte.

Es folgten:

Col de Epine
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Col du Granier
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Col de la Cluse, Col des Egaux, Col de Couz


Massif de la Chartreuse
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und der Pas du Frou
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In der kleinen Stadt St. Pierre de Chartreuse wurde eine Erholungspause eingelegt - die Hitze machte einen fertig.

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Weiter führte uns der Weg in Richtung Grenoble.


Col du Cucheron, Col du Coq, Col du Porte, Col de Clemenciére, Col de Vence, Col de Luithel, Col de Malissol


oberhalb von Grenoble
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Als wir aus den Bergen raus waren und uns Grenoble näherten, musste getankt werden. In einem Gewerbegebiet von Grenoble fanden wir, was wir suchten: Eine Tankstelle und gleich daneben McDonalds.

Zuerst die Bikes mit reichlich Stoff für die anschließende Strecke in den Bergen versorgt und zu McDonalds um dort etwas zu essen und zu trinken.

Während dieser Zeit geschah etwas, was wir erst bemerkten, als wir wieder losfahren wollten.

Unter unseren 4 Motorrädern, die direkt an der Terrasse von McDo standen, hatte sich eine ca. 25 m² große Benzinlache gebildet. Hätte auch nur einer der Gäste eine Zigarettenkippe dorthin geschnippt, hätte das eine Katastrophe ausgelöst.

Die Ursache dafür war die enorme Sonneneinwirkung (ca. 35 Grad C), die die randvoll gefüllten Tanks überlaufen ließ.

Wir haben zunächst die Gäste auf der Terrasse aufmerksam gemacht und dann ganz schnell die Bikes aus dem Gefahrenbereich entfernt. Der Kraftstoff verflüchtigte sich dann ganz schnell, weil kein Benzin mehr nachlief.

Wieder an Erfahrung gewonnen.


Bei St. Pierre de Mearoz konnten wir beobachten, wie sich Adrenalin-Junkies (Bungee Jumping) über dem Fluss "Drac" in die Tiefe stürzten.

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Und weiter ging die Fahrt über Col St. Sebastian, Col de Mens, Col du Banchet, Col Accarias und Col du Cornillon.


Hier eine interessante Brücke, die den L´Ebron überspannt. Während wir dort standen und fotografierten, spürten wir ein leichtes Erdbeben.

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Col du Fau
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Col de l´Arzelier, Col de lÁllimas, Col de Menée,


in der Nähe von Chichilianne
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auf dem Weg zum Hotel "Chateau Passiére"
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Während wir die Kurven dort genossen, wobei wir es vermutlich mit den geltenden Geschwindigkeitsregeln nicht so genau nahmen, bemerkte ich, dass sich von hinten 2 blaue  Motorräder näherten (wohl andere Teilnehmer die sich uns anschließen wollen, dachte ich).

Als ich jedoch von einem dieser Bikes überholt wurde, musste ich erkennen, dass ich mich geirrt hatte. Nicht ein Teilnehmer, sondern ein Polizist auf einer R 1150 RT zog vorbei und stoppte uns.

Danach gab es dann ein "längeres Wort zum Sonntag". Da ich viel über die zum Teil hohen Geldbußen bei Geschwindigkeitsübertretungen gehört hatte, sah ich im Geiste die Geldscheine aus unseren Portemonnaies in die Taschen der Gendarmerie flattern.

Wir müssen wohl ziemlich bedröppelt  ausgesehen haben (so wie kleine Jungs, die bei einem Streich ertappt wurden). Nur so lässt sich erklären, warum sich die Tonlage der Polizisten plötzlich deutlich änderte. Sie erkundigten sich nach unserem Ziel, nach unseren Motorrädern etc. und ließen uns schließlich mit einer abschließenden Ermahnung weiterfahren, ohne von uns auch nur einen Euro zu verlangen.

Wir sahen sie auf dem Weg zu unserem Hotel noch einige Male an Kreuzungen und Einmündungen stehen, beinahe so, als kannten sie unseren Weg (und sie scheinbar alle Abkürzungen !) Als wir zum letzten Mal an ihnen vorbei fuhren, zeigten sie uns unmissverständlich, dass wir ruhig schneller fahren dürften !!. Wir hatten wohl immer noch einen gehörigen Respekt.


Nun wurde es auch Zeit, zum Hotel zu fahren. Das "Chateau Passiére" war unser Ziel:

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das Chateau von innen:

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Außen und innen fühlte man sich in längst vergangene Zeiten zurück versetzt. Die Zimmer waren recht klein und die nachträglich eingebauten Duschzellen erfüllten ihre Aufgabe nur spärlich.

Aber das alles war nebensächlich.

Viel wichtiger war für uns das gute Essen, der exzellente Käse und die guten Weinen  - was will der Mensch nach so einem Fahrtag (10 Std. und 410 Km) mehr.

Mont Aiguille (vom Hotel aus gesehen)

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Ende des 1. von 3 Berichtsteilen.

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