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Alpen-Challenge 2 - Tutti Passi - 2007

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1 Alpen-Challenge 2 - Tutti Passi - 2007 am Di 17 Mai 2016, 21:56

Avanti

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Moderator
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D - A, Slo und I  - 90 Pässe in 6 Tagen

Reisebericht



Fahrtag 1:

Abfahrt in Bayern, südlich von München. Die geplante Tagesstrecke scheint einer „Challenge“ nicht gerecht werden zu können. Aber zum Einrollen langt sie. Vorbei an Bayrisch Zell und dann hinauf aufs Sudelfeld und Tatzelwurm. Die Möglichkeit von Kontrollen verdirbt den Spaß etwas. Nachdem wir den Gasthof „Hummelei“ passiert haben, sehen wir rechtseitig das Kaisergebirge mit dem Wilden und dem Zahmen Kaiser.

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Später geht´s rund um die  Loferer Steinberge.

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Es folgt die schön zu fahrende Nockalmstraße.

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Bei der Abfahrt halten wir an der etwas abseits gelegenen Jaußenstation „Priesshütte“.

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Eine sehr schmackhafte Gerstensuppe gibt neue Kraft. Weiter geht´s hinauf zur Turracher Höhe, wo wir im Schlosshotel „Seewirt“ ein Bett stehen haben.


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Bevor Rocky zur Ruhe kommt, wird erst der Ölstand kontrolliert und Öl nachgefüllt.


Fahrtag  2:

Die geplante Strecke führt durch Kärnten, den Gurktaler Alpen hinunter ins Drautal und weiter ins Untere Gailtal. Am Wurzenpass überqueren wir die Grenze von Österreich nach Slowenien. Gleich sind wir auf der Smaragdstraße, Vrsic-Pass und Predel-Pass. Die Vorfreude dauert gerade mal ein paar Minuten. Dann ist es 10:00 Uhr und ab 10:00 Uhr ist die Straße für 1 – 2  Stunden wegen eines Langlaufes voll gesperrt, wie uns ein freundlicher Polizist erklärt. Eine mehrstündige Straßenvollsperrung lässt uns den Weg über Italien wählen. Wir wollen nicht 2 Std. untätig sein.
Nachdem wir uns kurz den Lago del Predil

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angeschaut haben, nehmen wir am gleichnamigen Passo die eigentliche Route wieder auf.

Etwas später hinauf zum Nassfeld-Pass – Passo di Pramollo -

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und wieder zurück. Weiter über den Passo del Cason di Lanza.

Wir haben an diesem Tag viele Baustellen gehabt. In eine sind wir trotz Vollsperrung hinein gefahren, weil wir die Umleitung irgendwie verpasst hatten. Kilometerlang nur Schotter aber keine Bauarbeiten. Als wir glaubten, schon alles überwunden zu haben, kam das dicke Ende:  Eine lange Baustelle voll mit Maschinen, mit denen der Fels angebohrt wurde. Die Arbeiter zeigten keine Bereitschaft, uns passieren zu lassen. Als sie sich umwandten, sind wir über ein Gewirr von Wasserschläuchen und durch 10 cm hohen Gesteinsschlamm an ihnen vorbei gefahren. Andere Teilnehmer hatten weniger „Glück“. Sie wurden an der Passage gehindert und mussten umkehren.

Schließlich fahren wir durch ´s Val de Pessarina nach Sauris.


Ich bin schon 60 km auf Reserve. In Sauris erwartet uns eine gute Unterkunft (Morgenleit) und die  Möglichkeit, die Hose und Stiefel vom Schlamm zu reinigen. Und: Ölkontrolle und –nachfüllen.



Fahrtag 3:

Zu Beginn einmal rund um den Monte Bivera - Sella di Razzo -

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Ich rolle meist nur noch. Immer die Angst im Nacken, ohne Sprit liegen zu bleiben. Schließlich nach 35 km eine Tanke. Weiter geht´s. Passo di Mauria, Passo Pura, rund um den Monte Seselis, dann über den Forcella di Monte Rest hinunter ins Friaul. Kleiner Stopp am  Lago di Tramonti

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Wir streifen Venezien, als wir über  Piancavallo, Passo Crosetta und Pian Osteria weiterfahren.
Irgendwo zwischen Aviano und Farra d´Alpago essen wir in einer kleinen Ristoro

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die besten Gnoggi der Welt mit zerlassener Butter und einem grandiosen Reibekäse. Wir nehmen uns eine ganze Stunde Zeit dafür. Zum Abschluss einen Espresso und ab in die Spur.

Am Passo di San Baldo erwartet uns eine ganz unangenehme Überraschung. Die Durchfahrt durch die in den Fels getriebenen Kehren sind gesperrt, weil in einem der Tunnel ein großer Felsbrocken abgegangen ist und die Durchfahrt unmöglich ist - eigentlich.

Wir müssen aber durch, weil der Umweg einfach viel zu lang ist. Der Versuch, die Bauarbeiter zum kurzzeitigen Umrücken der Stromerzeuger, Kompressoren etc. zu bewegen, hat letztendlich doch Erfolg.

Wieder durch Schlamm und Gesteinsbrocken und das bei einem Höllenlärm und sehr schlechter Sicht.

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Danach folgen der Monte Tomba, Cima Grappe und der Monte Grappa (tolle Aussicht), die uns nach Bassano del Grappa, unserem heutigen Ziel, führen. Unterkunft im Hotel Alla Corte

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Der Chef ist sehr nett und hilfsbereit und fährt R 1150 R Roadster.

Morgen früh ist Wechsel des HR-Reifens angesagt, obwohl er sicherlich  noch für einen Tag gut wäre. Aber: Es gibt am nächsten Tag keinen bekannten Service. Und: Richtig, Öl kontrollieren und nachfüllen.


Fahrtag 4:

Der 4. Tag beginnt mit einem  vorgezogenen Frühstück, schließlich muss der Hinterradreifen gewechselt und eine lange Tagesetappe, die zum Passo di Rolle führt, gefahren werden. Während ich zu BMW fahre, wird mir bewusst, dass ich am Vorabend keinen ! Grappa getrunken habe. Unverzeihlich.
07:15 Uhr vor dem Tor bei BMW in Bassano del Grappa. Pünktlich um  08:00 Uhr gewährt man Einlass. Vorher läuft nichts. Erst um 09:30 Uhr kann ich wieder abfahren. Trotz der Warterei und einem gewaltigen Formalismus: Der Mechaniker, seine Arbeit und der Lohn (19,50 Euro) waren in Ordnung. Den Reifen hatte ich dabei.
Nach einigen Stunden ändert sich das Wetter. Gewitter und starker Regen. Da ich massive  Sichtprobleme wegen des ständig von innen beschlagenen Visiers habe (warum habe ich nur meinen neuen Shoi Multitec mit Pinlock-Visier zu Hause gelassen ???),  verzichte ich aus Sicherheitsgründen auf weitere kleine Pässe und kürze die Strecke ab. Mein Navi zeigt mir zuverlässig den Weg. Trotz des Regens kann ich die Streckenführung gut erkennen. Lavarone. Folgaria, Trento, Cavalese  etc. etc. Zum Schluss, als es den Passo di Rolle hoch geht, wird´s arg kalt.

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Bevor ich das Zimmer im Hotel beziehe, gibt es zuerst einen Jagertee. Der hilft.
Und: Nein, diesmal  nicht.!?


Fahrtag 5:

Am Morgen die Überraschung: Der Regen ist weg,

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dafür friert es. Die Mopeds sind mit Eis überzogen.

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Nach dem Frühstück geht’s bei tollem Sonnenschein den Pass hinunter. Erst nach Stunden kann ich mein Fleeceshirt ausziehen.

Was dann folgt, ist fast unbeschreiblich. Pässe ohne Ende. Dolomiten pur. Passo di Cereda, Passo Duran. Auf dem Passo di Giau

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wird die Mittagspause eingelegt. Danach geht das Konzert weiter:  Passo di Falzarego, Passo di Valparola,  Passo di Fedaia  (Marmolada), Passo Pordoi, Sellajoch, Grödner Joch, Passo di Campolongo (Sella-Gruppe). Einige werden mehrfach gefahren.

Runter zum Passo di San Pellegrino, Passo di Valles, Cavalese, kleine Pause beim Hotel Mondschein im Eggental (der Wirt heißt Karl und fährt eine Rockster 80 Edition !!!), dann zum Karerpaß.  See, Baumreihe und die Latemar-Gruppe bilden ein beeindruckendes Ensemble.

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Schließlich Nigerpass, dann rauf auf den Ritten oberhalb von Bozen. Anlaufpunkt ist das Hotel Bemelsmans Post  in Klobenstein am Ritten. Dort oben gibt es übrigens sehenswerte Erdpyramiden. Und nicht zu vergessen: Öl usw. usw.


Tag 6:


Strahlender Sonnenschein in Südtirol. Der letzte Fahrtag beginnt. Es dringt ins Bewusstsein, dass die Tour zu Ende geht. Wir fahren heute alle etwas langsamer und bewusster. Na ja, zumindest zeitweilig.

Sarntal, Penser Joch, Jaufenpass

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und dann  mit Schmackes hinauf auf´s Timmelsjoch.

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Dann durch das Oetztal, durch Seefeld und vorbei an der Karwendelspitze. Bei Wallgau biegen wir ab ins Isartal (Mautstraße)

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bis Vorderriß. Dort kehren wir ein in das traditionsträchtige Gasthaus „Post Vorderriß“.

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Immer wieder ein willkommenes Ziel.

Weiter zum Achenpass , Tegernsee

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Schliersee

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und rauf zum Spitzingsattel und schließlich zum Ausgangshotel.

Nach und nach trudeln alle ein. Stundenlang wird erzählt. Adressen werden ausgetauscht. Gegessen und getrunken haben wir natürlich auch. 2 Runden spendierte MOTORRAD, weil alle Teilnehmer unverletzt die Tour überstanden haben. Und: Nein, Rocky kommt auf den Anhänger und wird  nach Hause gezogen. Sie kommt ohne Öl aus.


Resümee:  

Im Ganzen betrachtet, war diese Tour fast auf dem Niveau der Frankreich-Tour.  Einige Kleinigkeiten gibt es zu verbessern. Daran wird bestimmt schon gearbeitet. Ein dickes Lob gebührt dem Action-Team für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung. Der Reiseleiter und sein Team haben uns stets das Gefühl vermittelt, Hilfe zu erhalten, wenn wir sie benötigen. Erstmals wurden auch die GPS-Daten für die verschiedenen Navigationsmodelle zur Verfügung gestellt. Dies war für mich sehr hilfreich, da ich mich während der Fahrt schwer nach Karte oder Roadbook richten kann.  

Wer sich und seiner Rockster mal etwas Besonders gönnen und abverlangen möchte, sollte bei einer der nächsten Alpen-Challenges dabei sein.  Vielleicht treffen wir uns da.

Und: Rocky

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hat die Tour unbeschadet überstanden und die 2 Liter Öl, die ich mitgenommen hatte, reichten aus.



Zuletzt von Avanti am Di 17 Mai 2016, 21:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Korrektur)

kuatreiber

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Kaiser
Kaiser
Großes Kino klatschen klatschen klatschen klatschen
Bin Neidisch, aber....

CADi

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Eroberer
Eroberer
Vielen Dank für den Reisebericht. :klatschen: :klatschen:

Hast Du vielleicht noch ein GPS Track?

Avanti

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Moderator
Moderator
CADi schrieb:

Hast Du vielleicht noch ein GPS Track?



Ja, habe ich.

Mal sehen, vielleicht kannst du die schon heute Abend erhalten, wenn du mir deine Mail-Adresse per PN schickst.


WWG

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Forum As
Forum As
Hallo Avanti,
sehr schöner Bericht.
Was du zu den Dolomiten schreibst kann ich absolut nachvollziehen, einfach traumhaft schön.
Ein paar von den Pässen dort fehlen mir noch. Aber ich komme wieder Wink

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