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Bremsscheibe heiß nach Bremsbacken wechsel

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apenn


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Hallo,

erstmal schöne Ostern an alle.

Erste Probefahrt nach dem Winter und dem Bremsbackenwechsel hinten. (BMW Rockster 1150)

Nun folgende Frage: Ist es normal, dass nach den ersten 40-50km die Bremsscheibe heiß wird?

Hab versucht so wenig wie möglich mit der Hinterrad Bremse zu bremsen und nur mit vorne gebremst. Beim kontrollieren des Reifendrucks ist mir dann aufgefallen, dass die Scheibe ganz schön heiß wird.... ueberleg

Hoffe, dass ist normal bei den ersten 100/200km, bei denen man ja lt. Hersteller noch nicht die volle Bremsleistung hat. Falls nicht - an was könnte es liegen?

Danke und Gruß,
Alex schau

Gast


Gast
apenn schrieb:

Hab versucht so wenig wie möglich mit der Hinterrad Bremse zu bremsen und nur mit vorne gebremst.

Das ist gar nicht möglich, denn an der Rockster ist ein teilintegrales Bremssystem verbaut.
Wenn du also den Handbremshebel betätigst, dann wird automatisch auch die Bremse am Hinterrad betätigt.
Umkehr, also wenn du nur die Fußbremse betätigst, dann wird auch nur das Hinterrad abgebremst.

Hast du den Wechsel der hinteren Beläge selber gemacht?

apenn


Mitglied
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Hallo,

ja, hab die Beläge selbst gewechselt....

Hm. Könnte erklären, warum die Bremsscheibe warm wird. Jedoch müssten dann die vorderen auch warm sein - sind diese jedoch nicht.

Was ebenfalls wundert ist, dass sich das Rad im Stand ohne Probleme drehen lässt....

Gruß,
Alex

Gast


Gast
Warm ist normal, heiß hingegen nur dann, wenn du eine lange Bergabfahrt hinter dir hast.
Thermisch ist die hintere Bremsscheibe den vorderen unterlegen, da sie deutlich kleiner ist und eben nur solo auftritt.

Hast du auf die Gangbarkeit des Bremssattels beim Wechsel der Beläge geachtet? Hast du Kupferpaste verwendet?

Sigi

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Foren Gott
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Sven schrieb:

Hast du auf die Gangbarkeit des Bremssattels beim Wechsel der Beläge geachtet? Hast du Kupferpaste verwendet?
Ja, das hab ich auch im Verdacht, aber wenn man das Hinterrad im Stand problemlos drehen kann [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] ?! Ich weiß, das die Beläge sich erst "einlaufen" müssen, aber daß die Bremsscheibe da richtig heiß wird ?!

Hossa

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Foren Gott
Foren Gott
Der Bremsbelag am Hinterrad auf der Radseite liegt immer an wenn der Schwimmsattel ein bisschen klemmt!
Guck mal [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

apenn


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Hallo,
war jetzt nochmal am Bike um die Backen erneut zu demontieren und zu montieren.

Folgendes muss ich korrigieren:
Beim durchdrehen des Hinterrades (vor dem erneuten Demontieren) ließ sich das Rad zwar drehen, jedoch hörte man ein Schleifgeräusch. Das Rad dreht beim anstupsen auch nur ca. eine 1/4 Umdrehung weiter. Ist das normal?

Ich hab dann die Bremsklötze nochmals ausgebaut.
=> Die Schwimmsattel lassen sich bewegen und zeigen auch keinen Rost.
=> Innen habens sich auch mit Hand diese beiden großen, rundlichen Dinger ohne größere Probleme zurückdrücken lassen.
=> Hab dann auch mal diese Feder über den Bremsbacken raus genommen und nochmals gereinigt + montiert.
=> Alles wieder zusammengeschraubt. Da mein Drehmomentschlüssel nur bis 30Nm geht, die T45 Schrauben mit 30Nm befestigt.

Zündung an und ein erstes mal auf die Bremse => wieder ist da ein leichtes Scheuern beim drehen des Hinterrades, aber grundsätzlich funktioniert die Bremse beim betätigen.

Hab auch mal am Fußbremshebel den hinteren Stift entfernt, nicht dass das Spiel nicht stimmt und der Fußhebel auf Anschlag ist. => auch keine Änderung.

Bremsbacken sind übrigens die von Lucas aus Sinter. (Bitte keine Grundsatzdiskussion über Sinter oder Organisch.... ;-) )

Ich hab den Eindruck, als würden die Geräusche von der auf der Radseite liegenden Bremsbacke (also die wohl nicht bewegte bzw. feste) kommen.

Kann das sein, dass sich die Bremsbacken schlichtweg die ersten 100km einschleifen muss - vorallem die auf der Radseite?

Ich versteh noch nicht ganz wie die Bremsbacke auf der Radseite überhaupt an die Scheibe gezogen wird, da ja nur die andere Backe mittels der Hydraulik bewegt wird...

Gruß,
Alex

Ente

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Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende
apenn schrieb:

Ich versteh noch nicht ganz wie die Bremsbacke auf der Radseite überhaupt an die Scheibe gezogen wird, da ja nur die andere Backe mittels der Hydraulik bewegt wird...


Das macht der Sattel, deswegen heißt er auch "Schwimmsattel".

apenn


Mitglied
Mitglied
Beim Durchblättern meiner Reparatur-Anleitung wird auch auf den Sattel und den "schleichenden Prozess" hingewiesen.

Geht jetzt fast davon aus, dass ich das Thema ggf. schon mit den alten Backen hatte und es mir jetzt erst aufgefallen ist.

Da das ganze wohl noch beweglich ist: Reicht es, wenn ich etwa Öl oder Fett in den Gumme rein gebe? Wie gehe ich dabei vor?

Gibts irgendwo eine Schritt für Schritt Anleitung. Mein Rep-Handbuch ist hierzu mit Bilder etwas schwach ausgestattet...

Gruß,
Alex

PS:

Friese

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Mitglied
Mitglied
Sei mir bitte nicht böse,aber wenn Du nicht genau weißt was Du da machst laß dann am besten eine Fachwerkstatt ran. Ist gesünder für alle. Hier geht es irgendwie um Deine und anderer Leute Sicherheit. Wenn man z.B. eine Syncro mit dem Hammer macht ist es für alle ziemlich ungefährlich, an der Bremse sollte jedoch schon eine Portion Grundwissen vorhanden sein.

apenn


Mitglied
Mitglied
Ist das gängig machen und schmieren des Sattels denn so eine große Sache?

teileklaus

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Foren Gott
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Hallo, Bremse machen scheint eben immer als die leichteste Sache, wo man versucht Geld zu sparen, ist aber sicherheitsrelevant wo man sich vorher schlau machen sollte, wenn man's schon nicht gelernt hat, oder halt Finger weg.
Gangbar machen heißt zerlegen des Schiebeteils, reinigen und mit HT Paste sparsam schmieren.
Wenn dir die Funktion der Schwimmsattelbremse nicht klar ist, was ist dann mit dem I ABS?
Sorry Bastler, bremse die Klötze erstmal ganz normal ( mit Abkühlen) ein, dann siehst du ob es hinten unverhältnismäßig heiß wird. Evtl. muss auch entlüftet werden, der Fußbremshebel auf genügend Lüftspiel in der Betätigungsstange und der hintere Vorratsbehälter auf zu viel Brems- Flüssigkeit untersucht und der -Stand auf Maximum reduziert werden.

Ich mache im PC- Bios auch nicht einfach mal paar Häkchen raus, dessen Funktion mir nicht klar ist.
Warum da blos die Leute 3 1/2 Jahre KFZ lernen (und dann auch noch nicht mal genug Ahnung haben?) wenn man doch einfach durch "Versuch und Erfolg oder Irrtum" auf den gleichen Stand kommen kann?

Ente

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Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende
apenn schrieb:Ist das gängig machen und schmieren des Sattels denn so eine große Sache?


Überhaupt nicht, wenn der Aufbau und das Funktionsprinzip bekannt sind...scheint mir bei dir aber nicht der Fall zu sein, also tu dir selber einen Gefallen und hol dir jemanden dazu, der Ahnung hat. Ich sag das aus gutem Grund, denn bei meiner Kawa ist schon öfter der hintere Bremssattel festgegangen, und das ist während der Fahrt äußerst unangenehm...nix für ungut, ist nicht böse gemeint.

Polarlys

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Alterspräsident
Und nun ich auch noch !

Ich bin bei teileklaus und Ente !

Außerdem heißt es in der Technik " Wärme ", denn heiß wird nur 'ne Waschfrau nach entsprechender Vorarbeit.

Also und dann ist die festgestellte Wärme ja auch ein relativer Begriff und sollte mal näher erklärt werden. Vielleicht ist die festgestellte Erwärmung ja im Normalbereich.

Grüße aus dem verwilderten Norden
Lever duad üs Slav

Jürgen

Hinsichtlich der zu Verwendung kommenden Beläge brauchen wir auch keine Grundsatzdebatte führen, denn wir haben im Forum so viele schlaue Leute.
Mit deren Meinung wird sogar der Blinde sehend !

Gast


Gast
coolrauchen Jürgen, kannst du mir mal helfen zu sehen?

Polarlys

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Alterspräsident
Nun ich nochmal !

Nee Sven, du bis nicht im Visier, denn unter den Blinden ist der einäugige König ! [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Grüße aus dem verwilderten Norden
Lever duad üs Slav

Jürgen

Narvik

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Ex-Admin
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Hallo apenn - vielleicht hilft das erstmal, um Grundlagen zu verstehen.

Narvik

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Ex-Admin
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Und noch ein wenig WISSEN.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Ente

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Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende
Polarlys schrieb:
Außerdem heißt es in der Technik " Wärme ", denn heiß wird nur 'ne Waschfrau nach entsprechender Vorarbeit.


Jawoll , Dirty Jürgen ...in der Technik nennt man es auch "tropfen", wenn etwas undicht ist...weil von oben nach unten, und nicht "lecken"...denn das geschieht immer von unten nach oben laughingatu

apenn


Mitglied
Mitglied
Hallo,

ok, ok - ich denk, ich habs verstanden, dass ich bei den Tiefen des Bremssattels die Finger weg lasse und den Fachmann dran lass.

Bevor ich mein Bike die 20km bis zum Händler fahr würde ich jedoch noch gerne ausschließen, dass es nicht doch an was anderes liegt:

- Spiel am Hebel der Fußbremse ist es nicht, das hab ich kontrolliert.
- Wie war das mit dem Behälter der Bremsflüssigkeit? Diese ist Haarscharf an 100%.

Frage:
1. Bewirkt ein zu hoher Bremsflüssigkeitsstand (Behälter hinten) auch das leichte Schleifen des Hinterrades?
2. Was sollte ich noch an der Bremsen-"Umwelt" kontrollieren bevors zum Händler geht?

Kurz noch zur "Geschichte":
Zu Ende der Saison habe ich die Bremsflüssigkeiten beim Händler wechseln lassen. (noch mit den abgefahrenen Klötzen)
Probefahrt und Diagnose der Bremse wurde durchgeführt und war unauffällig.
Hätte dem Händler im Rahmen der Probefahrt nicht eine zu heiße Bremsscheibe hinten auffallen müssen?

Danke und Gruß,
Alex

Ente

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Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende
@apenn

Stell dir einen Zylinder vor ,der keinerlei Öffnungen hat und versucht dort einen Kolben reinzupressen ,der exakt den gleichen Durchmesser hat.
Je weiter du versuchst, ihn reinzudrücken, umso höher wird der Widerstand weil die Luft in dem Zylinder komprimiert wird, relativ schnell is damit Schluß und der Kolben geht wieder zurück.

So ist es beim hinteren Bremssattel...die komprimierte Luft drückt den Sattel, und somit den inneren Bremsbelag, gegen die Scheibe...deswegen verschleißt er auch schneller als der äußere Belag, da er ständig anliegt. Ist ein altbekanntes Leid der 1150er.

Polarlys

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Alterspräsident
Und nun ich nochmal !

Also, ich hätte die Teile der Bremse hinten oder auch vorne ausgebaut, von Korrosionsresten befreit die neuen Bremsklötze nach zurückdrücken der Bremskolben eingesetzt, wobei ich zuvor die Auflageflächen leicht mit einer entsprechenden Paste bestrichen hätte.
Die Haltestifte ebenfalls gereinigt und an den Gleitpunkten leicht gefettet. Ebenso mit den Kreuzen verfahren.
Nach dem Einbau hätte ich die Bremse vorne und hinten "amerikanisch" entlüftet.
d.h.den Bremshebel oder den Fußbremshebel leicht drücken unter gleichzeitigem, kurzem öffnen der Entlüftungsschraube am Bremssattel.
Bremsflüssigkeit bis zum max. nachfüllen nicht vergessen.
Bei der Zurücksetzung der Bremskolben nicht vergessen einen Lappen auf die Nachfüllbehälter legen, damit die aggresive Bremsflüssigkeit den Lack der Bauteile nicht beschädigen kann.
Und wenn jetzt die Bremse leicht schleift, könnte es als normal durchgehen, es sei denn du hast irgendwo gemurkst.
Die Erwärmung der leicht schleifenden Bremse ist normal. Nicht mehr normal wäre, wenn du beim Anfassen der Bremsteile an den Fingern Brandblasen bekommen würdest.

Grüße aus dem verwilderten Norden
Lever duad üs Slav

Jürgen

Ente

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Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende
Soweit richtig, allerdings ist die gute alte Kupferpaste ein Relikt aus alten Zeiten.

Zitat Boschdienst:

Moderne Bremsanlagen sind immer mehr aus Aluminium gefertigt um die ungefederte Masse möglichst gering zu halten.
Kupfer + Aluminium bilden aufgrund der unterschiedlichen Elektronennegativität, in Verbindung mit einem Elektrolyt (Salzwasser), ein galvanisches Element.
Zwischen Kupfer und Alu liegt eine galvanische Spannung von 2,01V.
d.h. treffen Kupfer und Alu mit einem Elektrolyt zusammen reagieren die beiden, das unedlere Metall (alu) wird abgetragen. Die Folge ist Korrosion ,und damit das sogenannte Festfressen der Kolben.

Zitat Ende


Besser ist deshalb Keramikspray-o. paste.

apenn


Mitglied
Mitglied
Hallo,
hab jetzt auch nochmals eine Reihe an Web-Seiten durchgeforstet und hab bei powerboxer (http://www.powerboxer.de/bremsen/75-allgemeines-zu-bremsen) ebenfalls eine Reihe von wertvollen Hinweisen erhalten:

Zum Thema Rückstellen bzw "warme" Bremsscheibe heißt es da:
Zitat 1: "...Die Bremsklötze haben "am Rücken" Luft und können der immer leicht taumelnden Scheibe ausweichen. Nachdem sie ständig leicht anliegen wird eine Scheibenbremse beim Fahren immer etwas warm werden. Wenn man vom Belagverschleiß absieht hat das auch positive Wirkungen. Die Bremse hat schneller Betriebstemperatur und z.B. im Winter vereist die Scheibe nicht...."
Zitat 2:"...Die "kolbenlose" Seite liegt weiterhin an und wird nur durch die Taumelbewegungen der Bremsscheibe gelöst! Die "Gesamtluft" ist nur halb so groß wie an den Festsätteln!..."

Nichts desto trotz werd ich bei meiner nächsten Tour mal beim BMW Händler vorbei fahren um ganz sicher zu sein.

Gruß,
Alex

Polarlys

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Alterspräsident
Nun ich nochmal für meinen Entenmann !

Richtig
mein kleiner Entenmann, Kupferpaste ist out. Es gibt aber mittlerweile Schmiermittel, welche keine galvanischen Veränderungen an den unterschiedlichen Materialien zulassen und auch verhindern.
Und so nebenbei, ich habe nicht über Kupferpaste geschrieben. Vielmehr gehe ich davon aus, dass auch die richtigen Schmiermittel eingesetzt werden.

Grüße aus dem verwilderten orden
Lever duad üs Slav

Jürgen

Die Erklärung von Apenn ist sehr ordentlich und trifft des Pudels Kern.
Aber warm ist nicht gleich warm. Vielleicht ist es auch im Normalbereich und wir schreiben hier um NIX !

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