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Mit neuen Händen um die Welt

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1 Mit neuen Händen um die Welt am Do 15 Dez 2011, 19:38

Gast


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Der Klagenfurter Polizist Theo Kelz ist sicherlich der erste Mensch, der nach dem Verlust beider Hände eine Motorradreise um die ganze Welt unternommen hat – mit neuen Händen und einer alten BMW.

Die Idee, auf dem Motorrad einmal um die Welt zu fahren, kam mir vor etwa drei Jahren. Eine lange Reise hatte ich ohnehin geplant, doch sollte diese Tour mich eigentlich »nur« bis in die Mongolei führen. Andere, ähnlich lange Motorradfahrten hatte ich zu dem Zeitpunkt bereits hinter mir. So war ich 1994 mit meiner Tochter Andrea von Feldkirchen nach Peking gefahren, 2003 fuhr ich mit Freunden aus Tirol quer durch Südamerika, wobei wir in Bolivien auch noch mitten in eine Revolution gerieten. Das war drei Jahre nach meiner doppelseitigen Handtransplantation an der Universitätsklinik Innsbruck. Zwischendurch machte ich noch einige »Aufwärmtouren«, etwa ans Nordkap.

Ich hatte also eigentlich die Mongolei im Kopf, als ich beim Besuch eines Freundes in Toronto einen Zeitungsartikel über die Weltreise zweier Amerikaner mit dem Motorrad in die Finger bekam. Ich war von diesem Bericht so fasziniert, dass mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf ging, mit meinen neuen Händen ebenfalls eine Weltreise in Angriff zu nehmen. Kurze Zeit später hörte ich dann auch noch von der Weltumrundung des Vorarlbergers Franz Stelzl, der mit seinem Motorrad in 90 Tagen den gesamten Erdball umkreiste. Ich nahm mit ihm Kontakt auf, und auch seine Schilderung der Reise um die Welt begeisterte mich. Da hatte ich schon entschieden, meine Mongolei- in eine Weltreise zu ändern.

Meine Gepäckberge nahmen Dimensionen an, die das Motorrad an seine Grenzen brachten

Anfang 2005 begann ich dann zunächst mit der Festlegung meiner Route: Sie sollte mich von Österreich über Ungarn und die Ukraine zunächst nach Russland führen, nach Sibirien. Nach einem Abstecher in die Mongolei würde ich wieder zurück nach Russland und bis Wladiwostok fahren, um von dort nach Japan überzusetzen. Japan wollte ich der Länge nach durchqueren und danach meine Reise in Kanada fortsetzen. Dort standen die größten Nationalparks auf meinem Programm: Jasper, Lake Louis und Banff. Durch die Provinzen Alberta, Saskatchewan, Manitoba und Ontario sollte mich mein Weg dann wieder nach Toronto führen – und von dort zurück nach Österreich.

Mein Motorrad, eine 1000er-BMW von 1977, stattete ich mit einem 80-Liter-Spezialtank, verstärkten Stoßdämpfern sowie zwei 40-Liter-Alu-Koffern aus. Dennoch nahmen meine Gepäckberge Dimensionen an, die das Motorrad an seine Grenzen brachten. Doch worauf sollte ich verzichten? Ich hatte Ersatzteile fürs Motorrad, Werkzeug, ein Paar Ersatzreifen und Ersatzschläuche mit, ein kleines Zelt, einen Schlafsack und eine Iso-Matte. Dazu mein Gepäck sowie eine Notration an Nahrungsmitteln, unter anderem Speck von meinem Freund Silvester.

Nach langwierigen Vorbereitungen konnte ich am 15. Mai 2006 endlich starten. Mein Bruder begleitete mich noch bis zur ungarischen Grenze, für mich ging es von dort nun eine lange Zeit stur Richtung Osten. Auf den teils miserablen Straßen Ungarns und der Ukraine musste ich höllisch aufpassen, denn bei einem Sturz hätte ich ohne fremde Hilfe meine vollgetankt 500 Kilo schwere BMW nicht aufstellen können....mehr lesen!

2 Re: Mit neuen Händen um die Welt am Do 15 Dez 2011, 20:36

Narvik

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Ex-Admin
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Jo, über den Theo habe ich schon vor einiger Zeit in einer Mopedzeitung gelesen. Damals ging es, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, "nur" um eine Reise zum Nordkap. - RESPEKT - beifall wow anhimmeln

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